Atemschutzgeräteträger für den Ernstfall gut vorbereitet – Einsatzübung am

Um stets für den Ernstfall gerüstet zu sein, sind kontinuierliche Übungen unerlässlich.
So übten die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Schefflenz am Samstagabend gemeinsam den Einsatz unter Atemschutz.
Als Übungsobjekt wurde uns hier freundlicherweise das Rödderheim Oberschefflenz zur Verfügung gestellt.
Simuliert wurde ein Kellerbrand, bei dem es eine unbekannte Anzahl an Verletzten zu Retten galt.
Schwerpunkt dieser Übung wurde hierbei auf die Öffnung verschlossener Türen im Innenangriff, sowie die lückenlose Überwachung der sich unter Atemschutz im Einsatz befindlichen Einsatzkräfte gelegt.
Nach einer kurzen Briefingphase, hierbei geht es um die Einweisung aller Kräfte in die simulierte Übungslage, hieß es für die ersten Trupps „Zur Menschenrettung vor!“.
Als die Einsatzkräfte sich entsprechend mit einem umluftunabhängigen Atemschutzgerät ausgerüstet hatten, starteten sie den Löschangriff, wobei hier als Wasserquelle primär ein Löschfahrzeug zur Verwendung stand. Zwei Trupps drangen, nach dem Öffnen entsprechender Türen, in das Übungsgebäude ein. Primäres Ziel dieses Auftrages war es, das Kellergeschoss auf Brandherde und vermisste Personen abzusuchen. Direkt am Eingang erwartete die Kräfte eine Treppe, welche für den Zugang zum Kellergeschoss, samt mit Wasser gefülltem Schlauch zu überwinden war.

Im Kellergeschoss angekommen, begannen die Einsatzkräfte die Räume nacheinander geordnet abzusuchen.
Dabei stießen sie auf weitere verschlossene Türen, welche es mittels geeignetem Werkzeug zu öffnen galt.
Als unerwarteterweise vom Übungsleiter die Anweisung an einen Truppmann kam, sich bewusstlos zu stellen,
hieß es für alle „Ruhe bewahren!“. Damit wurde das Szenario um einen verunfallten Kameraden und dessen schnelle Rettung erweitert. Der Truppführer setzte sofort einen Notruf ab und forderte weitere Hilfe an.

Eine alleinige Rettung seines Kameraden war für ihn nicht möglich, da dieser bewusstlos war und samt Atemschutzausrüstung ein Gewicht von weit über 100kg aufwies.
Hinzu kam hierbei noch, dass der verunfallte Kamerad einen Abfall seiner restlichen Atemluft zu beklagen hatte, welche zu diesem Zeitpunkt noch knappe 5 Minuten reichen würde.
Ein Sicherungstrupp machte sich umgehend auf den Weg, um den verletzten Kamerad zu retten. In dieser Zeit wurde der Verunfallte von seinem Truppführer aus der direkten Gefahrenzone gerettet. Beim Eintreffen des Sicherungstrupps bestand die oberste Priorität darin, dem Verunfallten durch den Wechsel der Pressluftflasche ausreichend Atemluftvorrat bereitzustellen. Danach wurde der Verunfallte zügig mittels Tragetuch nach draußen verbracht um so von seiner Atemschutzausrüstung befreit werden zu können.
In dieser Zeit gelang es dem ersten Angriffstrupp weitere Räume absuchen und so kurze Zeit später die Meldung abzusetzen: „Brand aus“.

Abschließend stand eine Begehung des Übungsortes mit folgender Nachbesprechung und Auswertung des Übungsablaufes an. Resümee gezogen, war dies eine sehr erfolgreiche Übung, in der auch stressige Szenarien durchdacht und strukturiert abgearbeitet werden konnten, so der Übungsleiter.