Richtfest beim neuen Gerätehaus Oberschefflenz

Richtfest beim Feuerwehr-Gerätehaus Oberschefflenz – Viel Eigenleistung – „Bekenntnis zur Abteilungswehr“

Von Peter Lahr

Oberschefflenz. Das Dach kam gerade noch zum richtigen Zeitpunkt. Pünktlich zum Richtfest des neuen Feuerwehr-Gerätehauses in Oberschefflenz am Freitagnachmittag konnten die gut 20 Gäste schon deutlich die Konturen des Nachfolger-Baus der Alten Dreschhalle erkennen.

In dem Projekt sah Bürgermeister Rainer Houck „einen wichtigen Meilenstein für unsere neue Feuerwehr.“ Die Vorgeschichte gehe bis ins Jahr 2012 zurück. Damals habe die Feuerwehr Oberschefflenz Bedarf an Nachbesserungen des alten Gerätehauses angemeldet. Doch schnell sei allen Beteiligten klar geworden: „Wir brauchen kein neues Tor. Wir brauchen ein neues Gebäude.“ Der Schultes wertete den Neubau folgerichtig als „ein Bekenntnis zur Abteilungswehr.“ Das etwas voluminöse Erscheinungsbild – die Halle verfügt über eine Grundfläche von 240 Quadratmetern – sei aber kein Ausdruck von Großmannsucht. Man habe schlicht den aktuellen Mindestanforderungen Folge geleistet. Der rund 400 000 Euro teure Neubau bietet künftig Raum für zwei Fahrzeuge. Zudem verfügt er über einen Schulungs- / Kameradschaftsraum, Toiletten, Duschen sowie zwei Umkleideräume (für Männer und Frauen). Im Obergeschoss der in Stahlbauweise und Sandwich-Technik konstruierten Halle sollen noch ein Lagerraum und eine kleine Werkstatt unterkommen. Beheizt werden soll das Gebäude über das Gemeindewohnhaus und zusammen mit dem Kindergarten durch eine Pellet- Anlage mit Spitzenlastkessel.

Bereits beim Abriss der Alten Dreschhalle hätten die Feuerwehr-Kameraden viel Eigenleistung aufgebracht. Zügig und kompetent arbeiteten nun die Firmen Uhl und Heizmann.

„Wir haben frühzeitig die Planung in Angriff genommen“, beschrieb Architekt Thomas Müller den Zeitplan. Um entsprechende Fördervoraussetzungen zu erfüllen, sei es zwar im Vorfeld zu Verzögerungen gekommen. Doch nun gingen die Arbeiten flott voran. Die Bauarbeiten starteten erst Anfang Februar und verliefen bislang reibungslos. Dem Gemeinderat und der Gemeinde dankte der Architekt für das entgegengebrachte Vertrauen. Den Feuerwehrleuten für ihre aktive Mitarbeit. Als nächstes würden die Fenster und Türen installiert, danach der Betonboden. Beim Innenausbau sowie bei den Installationen sei bereits der nächste „Feuerwehr-Einsatz“ vorgesehen. Wie bereits sein Vorredner, wünschte Müller weiterhin allen am Bau Beteiligten ein erfolgreiches und unfallfreies Arbeiten.

„Wir freuen uns, dass wir hier bald Platz haben für unsere Übungen“, bedankte sich Frank Gedemer für das neue Gerätehaus. Der Bau-Koordinator der Feuerwehr und stv. Abteilungskommandant hoffte, das Gebäude noch vor Ende des Jahres beziehen zu können. Zusammen mit Stephan Rapp, dem Bauleiter der Würzburger Firma Uhl, stieg er auf das Baugerüst und verlas vom Dach aus neben dem Firstbaum den Richtspruch.